Zweifel und Hoffnung

Ich melde mich aus dem Krankenlager. Zweifel und Hoffnung liegen so nah beieinander. Ich habe gerade viel Zeit zum nachdenken und grübeln, dies ist wohl nicht die Beste beschäftigung. Ich war zuversichtlich und vertraue Gott, dass alles zur richtigen Zeit in unser Leben tritt. Doch dann kam dieser Rückfall . . .

Vor 4 Jahren Begann eine Odyssee in meinem Leben, die mir immer mehr die Nerven raubte. Ich hatte ein Blasenentzündung, die mit Antibiotika behandelt wurde. Kurz darauf hatte ich die Nächste. Kaum hatte ich die Medikamente abgesetzt, dauerte es nicht lange und die nächste Blasenentzündung meldete sich an, welche dann innerhalb wenigen Stunden zur Nierenbeckenentzündung wurde. Viele Behandlungsvarianten haben wir ausprobiert und wurden auf diverse Bakterien geprüft. Leider keine Lösung in sicht. Das Drama erreichte seinen Höhepunkt 2018 in Amerika. Wir waren am Nationalfeiertag in San Francisco am Meer und hatten echt Spass. Doch am nächsten Tag waren die Schmerzen wieder da. Ich hatte meine Tabletten, auf Pflanzenbasis dabei, doch nichts half. Um die Geschichte abzukürzen, ich endete in einer Klinik mit 39,8 C Fieber und sollte ins Krankenhaus. Wir bearbeiteten die Ärztin und ich durfte mit einer Antibiotika Spritze und Medikamenten für die nächsten 10 Tage die Praxis verlassen. Oktober 2018 hatte ich eine Blasenspiegelung in einer Urologie Zentrum und eine Chakra-Behandlung und danach nie mehr eine Blasenentzündung.

Ich war geheilt.

Damals haben wir uns oft Gedanken gemacht, wie wir wohl jemals ein Kind bekommen sollten, wenn ich immer und immer wieder diese Blasenentzündungen erleiden muss. Wir hatten das besiegt, nach knapp 4 Jahren.

Und jetzt hat sie mich überfallen. Sie hat sich nicht langsam angeschlichen, sondern sie war einfach da! WIESO?
Ich weiss nicht wieso . . . Ich bin überzeugt, dass alles, auch Krankheit seinen Grund hat. Was übersehe ich? Wieso ist sie wieder da? Ich verstehe, wenn jetzt jemand sagt: „Hä, wieso soll Krankheit eine Grund haben?“. Oft werden wir ausgebremst durch Krankheit, auch wenn es nur Erschöpfung ist, bei der uns die Krankheit zum ausruhen zwingt.

Auch in der Körpersprache und der Psychosomatik hat die Blase einen relativ klaren Ausdruck. Ich habe etwas im Internet gestöbert, da ich mich erinnern konnte, dass man mir das schon vor 2 Jahren mal nahelegte. Da bin ich auf etwas spannendes gestossen:
Denn jede Krankheit zeigt uns etwas an. Etwas, das uns vielleicht noch nicht bewusst ist. Und so ist es auch mit unserer Blase, denn sie ist ein emotionales Auffangbecken. Die Blase ist ein wichtiges Ausscheidungsorgan. Hier wird Verbrauchtes losgelassen.  Alles, was nicht mehr benötigt wird, kann hier abgelassen werden. Besonders in stressigen Situationen haben wir Angst uns „gehen zu lassen“. Wir sind angespannt. Glauben, alles unter Kontrolle haben zu müssen.

Ich glaube der Fall ist klar: Es ist an der Zeit loszulassen! Loszulassen von dem Druck, dem ich untersetzt bin durch den Verlust und den Kinderwunsch. Den Druck hoffnungsvoll zu sein und positiv nach vorne zublicken. Es wird wohl einfach noch nicht die Zeit gekommen sein. Unsere Zeit scheint noch auf sich warten zu lassen.
Ich habe beschlossen, den nächsten Zyklus meinen Femometer weg zulegen und mal eine Pause zu machen. Die Kontrolle mal bewusst wegzulegen. Ich werde sehen, ob mir das etwas hilft oder noch mehr schadet. Ich habe auch die paar Dinge, die wir für unser Baby schon gekauft oder bekommen hatten in eine Kiste gepackt und in den Keller gebracht. Sie werden dort auf dich warten, bis du bereit bist zu uns zu kommen.

Ich gebe uns allen Raum und Zeit wieder in die Normalität zu kommen. Ich möchte lieber leckeren Cranberry-Kuchen mit Freunden und Familie essen und die Zeit geniessen, statt Cranberry-Saft einsam auf der Couch zu trinken, weil ich nicht loslassen kann.

Geniesst jeden Tag, denn ihr wisst nicht ob er euer Glückstag wird!

Alles liebe,
Solvejg ❤

Photos by Food Photographer | Jennifer Pallian on Unsplash
Quelle: Erkenne mögliche seelische Hintergruende deiner Blasenentzuendung und heile dich selbst

Ein Gedanke zu “Zweifel und Hoffnung”

  1. Ich finde Dich mutig und stark. Ja, lass los, und übergib dem Leben für eine Weile die Entscheidung, ob Du nun blad oder in ein paar Monaten schwanger wirst. Lebe Dein Leben, so wie es gerade ist und sei fröhlich und entspannt. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

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